Sehr oft und eigentlich überall, wo sich Neulinge aus der Softwaredeveloper Welt aufhalten, hört man davon.

Welche Programmiersprache ist die Beste zum Starten? Mit welcher Programmiersprache kann ich einfach programmieren lernen? Was ist überhaupt eine Programmiersprache?

Um diese Fragen individuell für dich zu beantworten, musst du dir erstmal eine Frage selbst beantworten.

Was willst du programmieren?

Klar kann ich dir jetzt sagen, lerne JavaScript, weil du damit schnell loglegen kannst. Der Sinn hinter der Frage ist aber, dass du dich informierst, welche Programmiersprach für welchen Bereich der Softwareentwicklung sinnvoll eingesetzt werden kann.

"Aber ich weiß doch gar nicht, was ich programmieren will."

Dabei kann ich dich wiederrum auch sehr gut verstehen. Ich wollte mit 15 oder 16 unbedingt eine App programmieren. Besser gesagt ein Spiel. Nur wusste ich nicht welches, hatte keine Idee und wusst schon dreimal nicht wie man sowas überhaupt angeht.

Die Schlüsselwörter App und Spiel habe ich noch mit den Wörtern Buch und programmieren verknüpft und mir irgendein Buch bestellt. Buch ist schön und gut, nur leider hat das vorne und hinten nicht funktioniert.

Aus der App ist bis heute noch nichts geworden, aktuell bin ich Java Backend Entwickler und erstelle Web-Applications. Jetzt bin ich 22 Jahre alt, also hat sich fast alles in eine andere Richtung entwickelt.

Wenn du keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst, dann starte mit Java. Das ist eine solide Objekt Orientierte Programmiersprache, die vielfältig eingesetzt werden kann und auch sehr stark verbreitet ist. Egal, ob bei der Entwicklung von Apps für Android, Desktop Anwendungen oder das Backend einer Website.

Schritt für Schritt um mit JAVA zu starten!

  1. Lade dir das JDK herunter. JDK steht für Java Development Kit. Das brauchst du, damit du deine Programme laufen lassen kannst.

Hier ein Link für AdoptOpenJDK: Java download

  1. IntelliJ installieren. IntelliJ ist eine Entwicklungsumgebung, wo du den Quellcode für dein Programm schreibst. IntelliJ download Die Community Edition reicht hier aus.
  2. Projekt erstelle
  3. HelloWorld Programm schreiben

Das wars eigentlich auch schon. Du hast damit dein erstes kleines Tool programmiert.

"Wie funktioniert denn überhaupt Schritt 3 und 4?"

Am besten bedienst du hier die Suchmaschine. Diesen Skill braucht jeder Softwareentwickler. Wenn du Informationen durch Suchen herausfindest und das Problem damit löst, verstehst du schneller wie etwas funktioniert. Wenn ich dir hier die Lösung zeigen würde, würdest du den Code kopieren, ausführen und nicht wissen wie das alles funktioniert. Selbst wenn ich den Code ausführlichst erklären würde.

"Ich will doch lieber eine Website erstellen, aber auch programmieren!"

Beispielsweise möchtest du eine Website erstellen. Hierbei musst du unterscheiden - soll es eine SPA (Single Page Application), generell eine Anwendung, einfach nur eine statische Business Landing Page oder ein eigener Blog werden?

Auf Basis dieser Information, kannst du dann einfach herausfinden, welche Technologien hier zum Einsatz kommen können!

Für SPAs kommen beispielsweiße die JavaScript Frameworks wie VueJS, React oder Angular in Frage. Warum das Ganze? Bei Apps kommt viel Logik, Algorithmen, Authentifizierung, HTTP-Calls, usw. zusammen. Natürlich kann sowas auch mit herkömmlichen Programmiersprachen gelöst werden. State of the Art sind aktuell die JS-Frameworks. JavaScript ist auch die Programmiersprache des Internets.

Ganz neu wäre auch Flutter mit der Sprache Dart. Dart wurde und wird immer noch von Google weiterentwicklet. Dart setzt hier auf eine Syntax, welche stark an die Java Syntax angelehnt ist. Meiner Meinung nach ein sehr guter Schachzug! Java ist eine Programmiersprache, die sehr weit verbreitet ist und viel Anklang in der Community findet. Lass dich auch nicht von den Hatern beeinflussen. Es ist wie der Kampf zwischen der XBox Community und der Playstation Community. Einfach nur sinnlos. Java ist gut!

"Puh, das ganze Logik-Zeug ist nichts für mich, ich will lieber Designen!"

Auch für das Optische werden Leute mit Know-How gesucht. Sei es für Websiten, Apps oder Desktop Anwendungen. Wenn bereits das Design schlecht ist, wird aus einem Projekt meistens nichts.

Mein absolutes Lieblingszitat ist:
"Design is not just what it looks like and feels like - design is how it works"
Ein sehr bekanntes Zitat von Steve Jobs - einer der Gründer von Apple.

Beim designen muss natürlich auch sehr viel beachtet und auch beobachtet werden. Meistens beginnt man hier mit einem Grafiktool, um ein oder mehrere Mock-Ups zu erstellen. Ein Mock-Up ist ein Designvorschlag für ein Produkt. Bei größeren Projekten gibt es auch hier wieder eine Unterscheidung zwischen Lo-Fi und Hi-Fi Mock-Ups. Lo-Fi ist ein grobes Grundgerüst, wo größtenteils nur die Anordnung und eventuell die Farben festgelegt werden. Hi-Fi ist der große Bruder vom Lo-Fi Mock-Up und eine Vorlage für die finale Umsetzung.

Wenn du nur ein Portfolie für dich erstellst, brauchst du so etwas meistens nicht. Fang hier einfach mit einer Skizze auf Papier an und setze danach diese Skizze mithilfe von HTML und CSS um.

Falls du noch keine Erfahrung mit HTML und CSS hast, schau dir einfach ein Tutorial dazu an. Es ist gerade für Anfänger sehr leicht zu verstehen. Großer Vorteil ist auch noch, dass du direkt damit starten kannst. Du brauchst meistens nur ein ordentlichen Browser (Google Chrome) und ein Texteditor (Visual Studio Code).

Wichtig, lass am Anfang die Finger von CSS Frameworks. Lerne erst die Basics von CSS und erstelle ein paar Projekte damit. Danach kannst du immer noch entscheiden, ob du Frameworks wie Bootstrap 3, Bulma oder Tailwind verwendest.

Für diesen Bereich werde ich aber einen separaten Beitrag verfassen, ansonsten wird das hier zu viel.

Fazit

Wenn du richtig in die Softwareentwicklung einsteigen möchtest, lohnt sich zu beginn ein Blick in die Programmiersprache Java. Im Internet gibt es dazu auf jeden Fall eine Menge informationen, am besten fängst du mit einem einfachen Hello-World Programm an.

Solltest du Problem mit irgendetwas haben, kannst du dich sehr gerne an mich wenden. Ich bin so gut wie überall vertreten, sei es Facebook, Instagram, Twitter oder einfache eine Mail an wasgeht@michster.de.

Ich hoffe dir hat auch dieser Blog-Beitrag wieder gefallen und ich konnte dir bei deiner Entscheidung etwas behilflich sein.